Während weiterhin eine Gruppe junger hipper Leute den moralischen Zeigefinger erhebt und sich dazu berufen fühlen, jeden über ihre „Label“ und „Pronomen“ zu belehren, gilt es heutzutage schon fast als Ketzerei, zu behaupten, es gäbe nur zwei Geschlechter.

Dabei könnte doch alles so einfach sein: Geradezu heilsam wäre es nämlich, wenn man sich, statt mit engstirnigen Ideen und Ideologien lieber mit philosophischen Weltanschauungen wie z.B. dem Taoismus beschäftigt. Denn im Taoismus kennt man sowohl die Dualität als auch alle Facetten dazwischen. Daher bedarf es also weder eines „Etiketts“ noch eines Urteils.

Aber warum einfach, wenn es auch „en vogue“ geht? Denn darauf ist man stolz und klopft sich selbst auf die Schulter. Die sich selbst etikettierende Jugend verfügt aus eigener Sicht über die allgemeingültige Wahrheit, behauptet von sich selbst, dass sie tolerant wäre. Genau deswegen ermächtigt sich dieser Kreis junger Menschen, einzufordern, was über reine Toleranz weit hinaus geht und in einem unnötig komplizierten Wahnsinn endet.
Argumentationen garniert mit einer Vielzahl an Vorurteilen gegenüber der uneinsichtigen heterosexuellen weißen Mehrheitsgesellschaft. Dabei ging die Toleranz, die mit Penetranz eingefordert wird, innerhalb der sogenannten Community verloren. Einer Community, die nebulös und oft uneins ist.

Und diese Jugend belehrt nun ausgerechnet die Generation, die der Motor eines grundlegenden Umdenkens in der Gesellschaft war und damit den notwendigen Druck auf die Regierung erzeugte. Erst am 10. März 1994 war diese nämlich bereit, das Gesetz zu ändern – den Paragraphen 175 zu streichen und damit den Menschen das Ausleben einer freiere Sexualität zu ermöglichen. (1)

Dann endlich – am „22. Juli 2017 ist das Gesetz zur strafrechtlichen Rehabilitierung der nach dem 8. Mai 1945 wegen einvernehmlicher homosexueller Handlungen verurteilten Personen (kurz StrRehaHomG) und zur Änderung des Einkommensteuergesetzes in Kraft getreten.“ (2) [Hervorhebungen durch die Autorin]

Natürlich sollte NIEMAND diskriminiert werden, nicht der „bunteste Paradiesvogel“ und auch nicht das „graueste Mäuschen“. Aber auch hier steht Engstirnigkeit vor Weitsicht. Denn kein Mensch verdient Diskriminierung. Eine humanistische Grundlage ist es, die kultiviert werden sollte, nicht eine überspitzt ideologische Auffassung! Denn die Menschheit ist vielfältig! Wäre das nicht die richtige oder zumindest eine klarere und offenere Sichtweise? Endlich damit aufzuhören andere Menschen zu diskriminieren und als Menschheitsfamilie zusammen zu wachsen!

Aber das ist nur meine Meinung. Wie seht Ihr das? In diesem Blog sind kontroverse Diskussion ausdrücklich erlaubt.

Quellen:
(1) https://www.lsvd.de/de/ct/1022-Paragraph-175-StGB-Verbot-von-Homosexualitaet-in-Deutschland
(2) https://www.bmj.de/DE/Themen/FamilieUndPartnerschaft/175/RehabilitierungVerurteilterHomosexuellerPersonen_node.html