Heute möchte ich sehr gerne einer gewagten Theorie nachgehen.

Wer ist mit dem Milgrim Experiment der 70er Jahre vertraut? Es werden zwei Testpersonen benötigt, von denen ein Proband in die Rolle eines „Lehrers“ schlüpfen muss, während der „Schüler“ ein Schauspieler ist, eingeweiht in dieses Experiment. Es wird erklärt, in dem Experiment ginge es um den Einfluss von Strafen auf das Lernverhalten. Beide werden in getrennten Räumen untergebracht.

Und so stellt der „Lehrer“ Fragen und verteilt zunächst ohne jegliche Bedenken bei falschen Antworten Stromstöße, die den „Schüler“ motivieren sollten. Die Intensität der Stromstösse wird während der Dauer des Experiments gesteigert, bis hin zu einer lebensgefährlichen Dosis!

Der Doktor, der im Rücken des Lehrers nicht nur Beobachter, sondern auch Manipulator ist, bringt den Probanden, den Zweifel an seinem Tun erfassen sollte, schnell wieder in die Spur, mit Floskeln, die nur der Unterstreichung der Autorität der Wissenschaft beinhalten.

Auf ein solches Autoritätsgebaren würde heute doch keiner mehr reinfallen? Nun, das dachte man bereits zu den Zeiten, als dieses Experiment stattfand.

Nun lassen Sie uns doch für einen Augenblick glauben, dass die Autoritätsperson im Rücken ein Zusammenspiel aus Politik, Wirtschaft und Medien ist. Gründe hierfür finden sich ausreichend!

Wir werden übermäßig beschallt und man macht uns glauben, dass es um reine Information ginge.

Alle übermittelten Daten werden überwiegend als Fakten akzeptiert, obwohl selbst für einen Laien durchschaubar wird, welchen Formen der Manipulation angewendet werden.

Diejenigen, die es wagen, kritischer zu hinterfragen, befinden sich in der Rolle des Schülers; zwar geht es nicht mehr um Stromstöße, aber um Ächtung, Diffamierung, usw. und nichts davon ist nur „gespielt“! Die Autorität als solche gibt sich auch nicht – wie im einstigen Experiment – zu erkennen. Transparenz zu schaffen ist in diesem Schleier der Korruption überhaupt nicht gewünscht.

Letztendlich ist DIE Öffentlichkeit gefragt, die die Position des Lehrers einnimmt und sich mit der anerkannten Obrigkeit identifiziert. An dieser Stelle wäre ein frühzeitiges und deutliches STOP angebracht. Ein Hinterfragen der Autorität und auch ein deutliches NEIN zu Situationen, die ethisch nicht hinnehmbar erscheinen!